Sobald sich der Frühling durchsetzt, nehmen wir beim Spazieren entlang von Waldrändern und Bachbetten einen Knoblauchduft wahr. Die Bärlauch-Saison beginnt in der Regel im Verlaufe des Monats März, je nach Wetterlage bereits im Februar. Alle, die den Geschmack von Knoblauch mögen, sollten jetzt beim Spazieren eine Schüssel oder einen Korb dabei haben.

 

Was genau ist Bärlauch?

Auszug aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Bärlauch
Der Bärlauch (Allium ursinum) ist verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch. Die früh im Jahr austreibende Pflanzenart ist ein geschätztes Wildgemüse. Bärlauch wird auch Knoblauchspinat, Waldknoblauch, Hexenzwiebel oder Zigeunerlauch genannt.

 

Tipps zum Pflücken

  • Um feine, zarte Blätter, die sich auch ganz in einen Salat mischen lassen, zu finden, müssen Sie recht früh mit pflücken beginnen. Grössere und dickere Blätter werden besser gehackt verwendet. Nach der Samenreife, spätestens Anfang Juli, endet die Saison für Bärlauch.
  • Am einfachsten pflücken Sie Bärlauch mit einem Rüstmesser. Decken Sie die Blätter mit einem feuchten Tuch oder Küchenpapier. So bleiben die geernteten Blätter länger frisch.
  • Aber Vorsicht! Mit dem Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen hat Bärlauch zwei giftige Doppelgänger. Die Blätter der Herbstzeitlosen können bereits in kleinen Mengen tödlich sein! Machen Sie den Riechtest. Nur Bärlauch hat diesen typischen Knoblauch-Duft. Eine übersichtliche Vergleichstabelle finden Sie unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Bärlauch_und_seine_giftigen_Doppelgänger.png

 

Heilende Wirkung

Wegen seiner antibakteriellen Wirkung und schwefelhaltigen ätherischen Öle wird Bärlauch in der Naturheilkunde eingesetzt. Die Wirkstoffe lindern offenbar Beschwerden der Verdauungsorgane, sind stoffwechselanregend, helfen bei Atherosklerose und beeinflussen den Blutdruck und Cholesterinspiegel positiv.

 

Verwendung in der Küche

Bärlauch können Sie für wenige Tage im Kühlschrank lagern. Am besten geben Sie die Blätter mit einigen Tropfen Wasser in einen verschliessbaren Plastikbeutel oder belegen diese mit einem feuchten Tuch. Bärlauch ist eine geschmackliche Bereicherung für Ihren bunten Sommersalat oder für die Cremesuppe an einem nebligen Novemberabend. Zum Glück lässt sich Bärlauch sehr einfach haltbar machen:

Zum Verwechseln ähnlich: Bärlauch, Herbstzeitlose und Maiglöckchen im Vergleich. Foto: Toxikologisches Zentrum Schweiz (https://www.toxinfo.ch).

 

Trocknen

Die Bärlauchblätter nach dem Waschen auf einem Küchenpapier oder Tuch auslegen und im Schatten trocknen lassen. Das Trocknen dauert je nach Feuchtigkeit der Umgebungsluft unterschiedlich lange. Leider verflüchtigen sich beim Trocken die ätherischen Öle weitgehend.

Ganze Blätter einfrieren

Die ganzen Blätter für 20 – 30 Sekunden in siedendes, leicht gesalzenes Wasser geben, abschütten und in kaltem Wasser sofort abkühlen. Anschliessend die blanchierten Blätter gut ausdrücken und portioniert wie Spinat einfrieren. Durch das Blanchieren verliert der Bärlauch geschmacklich einiges an Intensität.

Gehackt einfrieren

Die Blätter nach dem Waschen mit der Salatschleuder schwingen. Anschliessend mit einem grossen Küchenmesser wie Petersilie hacken und in einen Plastikbehälter mit Deckel einfrieren. Für die Beigabe in eine Suppe oder einen Salat einfach mit einer Gabel so viel freikratzen, wie sie benötigen. Der Rest wieder verschlossen zurück in den Tiefkühler stellen.

In Öl einlegen

Mit dieser Methode können Sie Bärlauch (auch Kräuter wie Basilikum, Rosmarin, Thymian und viele mehr) für Monate ohne Einbusse betreffend Farbe und Geschmack konservieren. Die Blätter gut waschen und mit der Salatschleuder  ausschwingen. Anschliessend auf einem Tuch ausbreiten und mit Küchenpapier abtupfen. Dann die Blätter hacken, Salz beigeben und in ein sauberes Konfitürenglas füllen. Zum Schluss vorsichtig Oliven- oder Sonnenblumenöl dazu giessen, bis das Pesto knapp bedeckt sind. Für 100 g Bärlauch verwenden Sie etwa 10 g Salz und 1 dl Öl.

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Damit ihr Pesto lange haltbar bleibt

Wie lange Sie Ihr Pesto aufbewahren können, hängt im Wesentlichen von einigen hygienischen Massnahmen ab:

  • Wenn Sie die Blätter mit feuchter Oberfläche einlegen, halten Sie weniger lang. Darum nach dem Waschen mit der Salatschleuder möglichst viel Wasser entfernen und vor dem Hacken mit einem Küchenpapier abtupfen.
  • Machen Sie das Konfitürenglas und dessen Deckel vor dem Einfüllen keimfrei (ca. 15 – 20 Sekunden in kochendes Wasser tauchen). Anschliessend gut abtropfen lassen.
  • Sie können etwas mehr Salz für das Pesto verwenden. Seien Sie dafür zurückhaltender mit Salz bei dem Gericht, für das Sie das Pesto verwenden.
  • Entnehmen Sie das Pesto immer nur mit einem sauberen Löffel. Idealerweise halten Sie diesen kurz unter sehr heisses Wasser und trocknen ihn dann mit Küchenpapier ab.
  • Stellen Sie das Pesto-Glas immer sofort wieder zurück in den Kühlschrank.

Vorsicht! Sobald sich Schimmel auf Ihrem Pesto bildet, müssen Sie es entsorgen. Grosszügig abschöpfen genügt nicht. Die Sporen sind, wenn auch unsichtbar, längst weitergewachsen.

Guten Appetit!

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