Der Begriff Osteoporose bedeutet übersetzt „poröser Knochen“. Der Volksmund spricht von „Knochenschwund“. Im Verlauf der Krankheit wird mehr Knochensubstanz abgebaut, als der Körper zu regenerieren vermag. Das Heimtückische dabei: Wenn Symptome auftreten, ist die Krankheit bereits fortgeschritten.

 

Knochenbaumaterial

Kalzium ist neben Phosphor und Magnesium das wichtigste Knochenbaumaterial. Sie finden diesen Mineralstoff vor allem in Milch und Milchprodukten, Hülsenfrüchten, Mandeln und Nüssen, in kalziumreichem Mineralwasser sowie in Fleisch, fettem Fisch und in Kohlarten. Auch Proteine sind für den Knochenaufbau und -erhalt wichtig. In unseren Breitengraden sind wir damit in aller Regel gut versorgt.

Der Kalziumbedarf Erwachsener liegt bei 1000 mg pro Tag. Für Jugendliche und ältere Menschen werden 1200 mg empfohlen. Wer mit Nahrungsergänzungsprodukten auf Nummer sicher gehen will, sollte zuerst seinen Bedarf abklären lassen. Falls eine Supplementierung überhaupt notwendig ist, sollte man die Dosierung mit dem Arzt oder der Apothekerin festlegen, um Nebenwirkungen zu vermeiden.

 

Was nagt an der Knochensubstanz?

  • Kortisonbehandlungen über längere Zeit können die Neubildung von Knochenmasse beeinträchtigen.
  • Übermässiger Alkoholgenuss und Nikotin gehören ebenfalls zu den Risikofaktoren.
  • Hormonelle Veränderungen bei Frauen und Männern in der Lebensmitte beeinflussen den Stoffwechsel in den Knochen negativ.
  • Säure-Basen-Haushalt: Ein Ungleichgewicht im Körper durch einseitige Ernährung kann den Knochenabbau beeinträchtigen. Das Problem sind dabei nicht Lebensmittel, die sauer schmecken (z. B. Zitronensaft), sondern solche die beim Stoffwechsel Säure bilden. Ein Teil kann durch genügend Wasser trinken neutralisiert werden. Für den Rest muss der Körper auf die Kalziumdepots in den Knochen und Zähnen zurückgreifen.
  • Psychischer und physischer Stress: Länger andauerndes Übertraining im Sport und chronischer Stress nagen ebenfalls an der Knochensubstanz.

 

Was macht die Knochen stark?

Eine ausreichende Kalziumversorgung ist gut, aber nur die halbe Miete. Sorgen Sie dafür, dass das Kalzium seinen Weg vom Teller in die Knochen findet:

  • Vitamin D hilft dem Kalzium durch die Darmwand und schliesslich bei der Mineralisation des Knochens. Vitamin D kommt in der Nahrung nur in beschränkten Mengen vor. Zum Glück kann der Körper es mit Hilfe von Sonnenlicht auch selbst herstellen. Sorgen Sie also für genügend Aktivitäten im Freien; besonders im Winter, wenn sich die Sonne rar macht.
  • Sportliche Aktivitäten gehen nicht ohne Belastung der Knochen und das ist gut so. Die Belastung „zeigt“ dem Körper, wo die Knochen mit Kalzium noch verstärkt werden müssen. Besonders im Kinder- und Jugendalter wirkt sich das auf die Knochendichte positiv aus. Und im Alter vermögen sportliche Aktivitäten den Knochenabbau zu verlangsamen.
  • Bewegung – insbesondere mit Krafttraining – stärkt die Knochen indirekt. Die geleistete Muskelkraft überträgt sich via Sehnen auf die Knochenhaut. Dieser Reiz geht weiter an die Knochenrinde und verstärkt diese.

 

Verschiedene Faktoren – zahlreiche Chancen

Es gibt Faktoren in Bezug auf Osteoporose, die Sie beeinflussen können, andere nicht. Heilbar ist Osteoporose nicht, aber der Prozess lässt sich verlangsamen. Und: Die Vorsorge gestaltet sich im Prinzip einfach. Beginnen Sie frühzeitig damit.

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